Raus aus der alten, rein in die neue Wohnung! Aber halt – da fehlt doch noch was?
Weiße Wände in der ganzen Wohnung? Langweilig. Da muss Farbe her… – So oder so ähnlich dachtet ihr euch das bestimmt vor dem Einzug in eure Wohnung. Doch ein paar Jahre später steht wieder ein Umzug ins Haus – und die roten Wände in der Küche sind ja doch nicht jedermanns Sache…

Ausmalen beim Umzug

Hilft ja alles nichts, die Wände müssen übermalt werden. Moment, müssen sie das wirklich?

Grundsätzlich empfiehlt sich die Übergabe der Wohnung in dem Zustand, in dem sie sich zu Beginn des Mietverhältnisses bestand. Dezente Farben stellen im Normalfall kein Problem bei der Wohnungsrückgabe dar – wenn die gewählte Farbe allerdings alles andere als dezent ist, bleibt wohl nichts anders übrig als einen Maler zu beauftragen oder selbst den Pinsel zu schwingen!

Mehr Infos zur rechtlichen Lage findet ihr auf der Homepage der Arbeiterkammer bzw. auch der Seite der Mietervereinigung.

Tipps fürs Ausmalen

Es soll also selbst gemalt werden, kein Problem! Oder doch? Wo fange ich eigentlich am besten an?

Regel Nummer 1:

Genug Material kaufen. Spart nicht beim Kauf von Abdeckmaterial! Am besten ihr klebt alles ab, was nicht mit Farbe in Berührung kommen soll. Wichtig außerdem: genügend Spachtelmasse – vergesst nicht, eventuell vorhandene Risse und Löcher vor dem Ausmalen zu verspachteln. Im Schlimmstfall sind diese ein Grund für den Vermieter, euch weniger Kaution zurückzuerstatten.

Es gibt außerdem nichts ärgerlicheres, als kurz vor Ende der Malarbeiten zu bemerken, dass man knapp zu wenig Farbe gekauft hat und erneut zum Baumarkt muss. Am besten ihr probiert vor dem Kauf diesen Online-Farbrechner aus!

Ihr habt alle Materialien? Dann kann’s ja losgehen!

Regeln Nummer 2:

Idealerweise beginnt man den Anstrich immer mit der Decke – so verhindert ihr, dass später von oben Farbe auf die frisch gestrichenen Wände tropft. Vergesst nicht, auch den Boden genügend abzudecken, das Laminat oder gar Parkett sollte keine Farbspritzer abbekommen.

Eine angefangene Wand sollte möglichst auf einmal gestrichen werden – so entstehen keine unschönen Ansatzstellen zwischendrin. Zudem gilt: Beginnt beim Ausmalen in den Ecken bzw. Nahtstellen des Raumes und zwar mit kleinen Pinseln, und lasst die Farbe nicht ganz trocknen bevor ihr euch an die großen Flächen wagt.  Große Flächen teilt ihr am besten in breite Streifen, die ihr nacheinander ausmalt – hier gilt ebenfalls – nie ganz trocknen lassen um Ansätze zu vermeiden.

Na dann frisch ans Werk!

Sabrina Zwirschitz
Redaktion
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