Wer das Ausmisten, wie ich gerne, so weit wie möglich von sich wegschiebt, wird bei einem Umzug keine Freude haben – denn in der Zwischenzeit haben sich bestimmt etliche Dinge angesammelt, die man bis dato ignoriert hat. Drei Kisten Weihnachtsschmuck? Und Kartons voll mit Schreibtischzubehör, dabei habt ihr schon lange keinen Schreibtisch mehr? Dann wird es wohl an der Zeit klar Schiff zu machen, bevor ihr den ganzen Krempel auch noch in die nächste Bleibe mitschleppen müsst!

Aber das brauche ich doch vielleicht noch irgendwann…

Die Antwort darauf ist: Nein. Glaubt mir, was jahrelang im letzten Eck eures Kastens lag und ihr bis heute nicht vermisst habt, benutzt ihr auch bestimmt in nächster Zeit nicht. Also weg damit, ob ihr radikal alles entsorgt oder unbenutzte Dinge verschenkt oder verkauft, bleibt dabei euch überlassen.

Nur weg damit!

Wie bereits in unserem Artikel zur Umzugsvorbereitung erwähnt, gibt es verschiedene Arten, noch etwas Geld aus euren ausrangierten Besitztümern zu machen. Oder ihr schaut z.B. mal in die Facebookgruppe „Wien Verschenkt“.

Falls ihr euch dazu entscheidet, das meiste davon zu entsorgen, könnt ihr das auf einem der Mistplätze Wiens Montag bis Samstag von 7-18h erledigen. Die Abgabe dort ist kostenlos, allerdings ist die abzugebende Menge begrenzt.  Wenn ihr auch Kleider aussortiert habt, könnt ihr diese zu einem Altkleider-Container bringen, wo gut erhaltene Sachen noch einen sinnvollen Zweck erfüllen.

Ich packe meinen Koffer… 

So, nun habt ihr schon viel weniger einzupacken, habe ich recht?

Mit dem Packen der Dinge, die euch ins neue Domizil begleiten, kann man gar nicht früh genug anfangen. Vor allem von Dingen, die ihr nicht täglich braucht, könnt ihr euch schon früh verabschieden – dazu gehören Bücher, DVDs/CDs und saisonale Kleidung. Ich persönlich finde die Vorbereitung eines Koffers für die ersten paar Tage im neuen Heim ganz praktisch: Kleidung, Duschzeug und eine kleine Hausapotheke dürften genügen.

Am besten eignen sich bekanntermaßen Umzugskartons, da diese sehr stabil sind. Solche Kartons bekommt ihr in Baumärkten für etwa 3€ pro Karton, oder ihr mietet sie für den benötigten Zeitraum an. Beim Verpacken von zerbrechlichen Dingen wie Geschirr sollte darauf geachtet werden, diese senkrecht einzuordnen und die Zwischenräume mit Papier zu füllen, damit nichts verrutscht.

Top 5 der Fehler beim Packen von Umzugskartons

1 Zu schwere Kartons: Maximal 15 bis 20kg sollte ein einzelner Karton nicht wiegen um ihn noch mühelos tragen zu können.

2- Übervolle Kisten: Der Deckel wölbt sich sonst und man kann sie Kartons nicht mehr aufeinander stapeln.

3- Kisten ohne Griffe: Zwar hat jeder gute Umzugskarton Eingrifflöcher zum Tragen, wenn man diese allerdings mit dem Inhalt versperrt, tut sich danach schwerer beim Tragen.

4- Wahllos verpackt: Die Socken haben nichts bei den Gläsern verloren. Um ein Tohuwabohu beim Auspacken zu vermeiden, schlichtet Gleiches zu Gleichem – und vergesst nicht die Kisten ordnungsgemäß zu beschriften!

5- Instabil verpackt: Hierbei gilt – Schweres nach unten, Leichtes nach Oben. Alles andere macht den Karton nur instabil.

Neben Kartons sind auch andere Verpackungsmaterialien ganz nützlich beim Umziehen. Alte Zeitungen sind dabei die billigste Lösung: sie kosten nichts und dienen zum bruchsicheren Verpacken von Geschirr und Co. Dafür könnt ihr natürlich auch Seidenpapier verwenden. Als kostenintensivere Alternative könnt ihr auch zur Luftpolsterfolie greifen, die muss man für gewöhnlich meterweise kaufen – allerdings ist sie für Spiegel und größere Bilderrahmen oft die bessere Variante.

Viel Erfolg beim Packen!

Sabrina Zwirschitz
Redaktion
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