Beim Bau eines Hauses stehen viele Entscheidungen an. Neben der Finanzierung durch Fremd- und Eigenkapital nimmt die Planung und Bauüberwachung viel Zeit in Anspruch. Häufig schleichen sich gravierende Fehler ein, die Hausbauer vor dem Entstehen im Keim ersticken.

Ein Artikel im Immobilienmagazin des österreichischen Kuriers, IMMO, von Ursula Horvat, online veröffentlicht am 27.09.2012, verweist auf die zehn häufigsten Irrtümer beim Bau eines Hauses. Wichtige Tipps geben die Ratgeberautorin Brigitte Vallazza („Abenteuer Hausbau: Ein Handbuch und Ratgeber“, Molden Wien: 2012) sowie der bis November 2014 als Geschäftsführer bei siplan tätige Baumeister Michael Jakowitsch. Im Folgenden fassen wir für interessierte Bauherren die wichtigsten Fakten zusammen und präsentieren die zehn häufigsten Fehler beim Hausbau. Darüber hinaus erhalten Leser interessante Informationen auf der Internetpräsenz von Hausbaumagazin 123haus.at.

  1. Details bei der Grundstückssuche beachten

Im Zuge der Suche nach dem optimalen Grundstück geraten wichtige Fakten in Vergessenheit. Käufer achten selten auf das Baumschutzgesetz, den Grundwasserspiegel und eine mögliche Kontaminierung. Was zunächst unwichtig erscheint, entwickelt sich später zur enormen Kostenfalle. Ein zu hoher Grundwasserstand zieht umfangreiche Maßnahmen zur Isolierung nach sich. Bei Verschmutzungen droht die Sanierung von Altlasten und Bäume auf dem Grundstück unterliegen dem Naturschutzgesetz. Im schlimmsten Fall stehen diese direkt an der Stelle, an der das neue Fundament entsteht. Das Abholzen ist verboten.

Um diese Fehler beim Hausbau zu vermeiden, bietet es sich an, einen Architekten beziehungsweise Baumeister hinzuzuziehen. Laut Vallazza wirken sich Form, Lage und Bodenbeschaffenheit des Grundstückes direkt auf den Bau des Hauses aus. Weiteres zum Hausbau erfahren Sie auf Hausbaumagazin 123haus.at.

  1. Schlau informieren und durch intensives Planen Fehler beim Hausbau vermeiden

Den Bau eines Hauses selbst zu planen, ist riskant. Vallazza empfiehlt Hausbauern, einen Architekten, der sich auskennt und die optimale Lösung für das Bauvorhaben findet, hinzuzuziehen. Er kümmert sich um Einreichungen, sucht er nach Handwerkern und überwacht die Arbeiten. Gute Architekten sind ihr Geld wert. Sie zeigen professionelle Lösungen auf und verfügen über alle notwendigen Kontakte. Hausbauer übernehmen dennoch eigene Verantwortung. In jedem Fall informieren sie sich umfassend über die anstehenden Bauprozesse und treffen Entscheidungen nach eingehender Recherche. Eine gute Planung erspart oftmals enorme Kosten, so Jakowitsch.

  1. Ausstattung und Grundriss langfristig planen

Viele Hausbauer denken bei der Ausstattung an ihre aktuellen Vorlieben und vergessen, langfristig zu planen. Vallazza warnt, dass viele ihr neues Eigenheim überdesignen und es mit allem ausstatten, was im Wohnmagazin gefällt. Er verweist auf einen zeitloseren Stil, der den Hauseigentümern in vielen Jahren immer noch zusagt. Grundlage dafür ist ein anpassbarer Grundriss.

Im Laufe der Zeit benötigen Hausbesitzer neue Zimmer bei Familienzuwachs oder andere fallen weg, wenn die Kinder ausziehen. Wichtig ist es, daran zu denken, ob das Haus im Fall eines körperlichen Gebrechens für die Familie nutzbar bleibt. Vallazza gibt den Rat, seine Wünsche zu überdenken. Die vermeintliche Traumsauna nutzen viele Besitzer seltener, als sie beim Bau dachten.

  1. Realistische Zeitplanung einhalten

Beim Bau eines Hauses verbringen zukünftige Hauseigentümer viel Zeit mit dem Planen, Informieren, Kalkulieren und Gustieren. Für andere Aktivitäten bleibt kaum etwas übrig, so Vallazza. Um zügig voranzukommen, empfiehlt sie, einen realistischen Zeitplan zu erstellen und diesen genau einzuhalten. Es gilt, die Handwerker und Planer anzuweisen und selbst Entscheidungen zügig zu treffen. Mehr erfahren Interessierte auf Hausbaumagazin 123haus.at.

  1. Handwerkliches Können nicht überschätzen

In vielen Fällen überschätzen Hausbauer die Einsparungen durch Eigenleistungen. So sind Grabungsarbeiten beim Profi günstig. Das manuelle Ausheben kostet ein Mehr an Zeit und die Gefahr eines Einsturzes besteht, so Jakowitsch. Der ein oder andere überschätzt sein handwerkliches Können. Malern und das Fliesenlegen klingt einfacher als viele Denken. Oftmals mangelt es am richtigen Aufmaß, das Kunden besser dem Profi überlassen. Fehler gehen richtig ins Geld.

  1. Stabile Finanzierung und Rücklagen bilden

Vallazza empfiehlt Hausbauern, mindestens ein Drittel der Kosten selbst aufzubringen. Optimal ist die Hälfte. Eine zu hohe Verschuldung führt zu einer finanziellen und psychischen Belastung. In vielen Fällen kommen unerwartete Kosten auf Hausbauer zu. Eine Geldreserve von bis zu zehn Prozent einzuplanen, hält sie für realistisch. Mehr zur Finanzierung erfahren Interessierte auf Hausbaumagazin 123haus.at.

  1. Baufortschritt und Endabnahme vom Profi überwachen lassen

Jakowitsch schlägt Eigentümern einen unabhängigen Bauherrenberater vor. Er kontrolliert den Hausbau und nimmt eine Endprüfung des fertigen Hauses vor. Für die Abnahme rät er zu einem Sachverständigen, den Interessierte beim Österreichischen Sachverständigenverband finden.

  1. Den Außenbereich von Beginn an planen

Vallazza weist daraufhin, dass viele Hausbauer nach der Fertigstellung des Hauses im Garten eine Baustelle vorfinden. Dies passiert nicht, wenn sie diesen von Anfang an mit einplanen. Ob die Anlage eines Pools oder das Verlegen von Kabeln für die Außenbeleuchtung, der Handwerker ist einmal im Haus und kümmert sich darum ohne zusätzliche Anfahrtskosten.

  1. Gemeinsam Entscheidungen treffen

Planen Partner den Hausbau gemeinsam, stehen beide vor schwierigen Entscheidungen. Das fängt bei der Tapete an und hört bei der Farbe der Küchenmöbel lange nicht auf. Für Paare ist es wichtig, zusammen auszuwählen, um eine spätere Unzufriedenheit zu vermeiden. Tipps zur gemeinsamen Planung finden Hausbauer auf Hausbaumagazin 123haus.at

  1. Gewährleistungsfristen beachten und Unterlagen aufheben

Generell besitzen Hausbauer einen dreijährigen Gewährleistungsanspruch. Treten Schäden auf, sind die Firmen verpflichtet, diese zu beheben. Erfolgt dies nach einer gesetzten Frist nicht, schließt sich die Klage vor Gericht an. Versteckte Mängel infolge von Baufehlern, machen Besitzer bis zu dreißig Jahre nach Baubeginn geltend.