Die Winterzeit naht mit großen Schritten, und mit ihr auch die Heiz-Saison. Wir geben euch heute 15 Tipps, wie ihr eure Strom – und Gaskosten auf Dauer senken und dabei nicht nur Energie sparen, sondern auch eure Geldbörsen entlasten könnt.

 

Heizkosten sparen

#1 – Türen zu
Natürlich soll es im Winter schön kuschelig warm in der Wohnung sein – allerdings empfiehlt sich, nur die Räume voll zu beheizen, in denen man sich hauptsächlich aufhält. Dabei gilt: Türen zu weniger beheizten Räumen schließen. Als Richtwerte gelten: 16-18 Grad fürs Schlafzimmer, 20-22 Grad fürs Wohnzimmer, 23 Grad fürs Bad und nicht mehr als 20 Grad für die Küche.

#2Heizung runter
Dreht die Heizung nie ganz ab, damit die Räume nicht vollständig auskühlen, sondern schaltet sie bei Nacht und Abwesenheit auf 8 bis 10 Grad herunter – das hilft euch, die Heizkosten zu senken.

#3 – Wärme rein statt raus
Heizkörper sollten nicht verdeckt sein, um die Heizkraft optimal im Raum zu verteilen. Besonders in Altbauwohnungen lohnt es sich, die Fugen bei den Fenstern zu verdichten – gehen doch alleine durch undichte Fensterrahmen bis zu 40 Prozent der Energie verloren.

 

Stromkosten verringern

#4 – Stromfresser Computer
Läuft bei euch auch nonstop der Computer? Dann empfehlen wir, den Computer und den Bildschirm über Nacht und auch bei längerem Nichtgebrauch auszuschalten.

#5 – Die Standby-Sünde
Elektronische Geräte im Standby-Modus brauchen häufiger mehr Strom, als wenn sie normal laufen – daher gilt: lieber ausschalten oder im besten Fall ausstecken wenn ihr sie nicht nutzt. Mithilfe einer ausschaltbaren Steckdosenleiste könnt ihr mit einem Klick alle Geräte abschalten, die ihr gerade nicht nutzt. Mit einem Kostenpunkt von 5 bis 20 Euro rechnet sich das bereits nach ein paar Monaten. Neue Computer und Smartphones sind oft mit einem Energiesparmodus ausgestattet welcher nur die Programme und Apps mit Strom versorgt, die gerade gebraucht werden. Bei neuen Fernsehern gibt es auch schon Öko-Schalter, nach deren Aktivierung sich das Gerät im Standby-Modus nach einiger Zeit von selbst ausschaltet.

#6 – Stecker raus
Netzstecker, an deren Ende Geräte mit vollem Akku hängen, verbrauchen weiterhin Strom. Zieht nach dem Ladevorgang die Stecker der Ladegeräte aus der Steckdose, um Strom zu sparen.

#7 – Energiesparlampen und LEDs
Energiesparlampen brauchen zwar etwas länger, bis sie ihre Helligkeit erreicht haben, sparen aber gegenüber herkömmlichen Glühbirnen bis zu 80 Prozent Strom ein. Besonders bei längerer Laufzeit zahlt sich das auf jeden Fall aus. Aufgrund ihrer schwierigen Entsorgung sind sie weniger beliebt, als Alternative kann man auf LED-Lampen zurückgreifen. Diese sind zwar etwas teurer in der Anschaffung, rechnet sich aber ebenfalls aus lange Sicht.

#8 – Sicherheit geht vor
In Kellern und Außenbereichen ist Licht wichtig – Dort könnt ihr dennoch mit Hilfe von Bewegungsmeldern den Energieverbrauch reduzieren.

 

Energie sparen

#9 – Energieeffizienz in der Küche
Auch beim Kochen und Backen lässt sich Energie sparen: heizt den Ofen nur vor, wenn es unbedingt sein muss, beispielsweise bei Aufbacksemmeln oder Blätterteig. Nutzt bei Ofen und Herd die Restwärme aus und schaltet die Geräte bereits 5 bis 10 Minuten vor Ende der Garzeit ab. Achtet darauf, dass Töpfe und Pfannen denselben Durchmesser haben wie die Herdplatte und nutzt wenn möglich einen Deckel – Kochen ohne Deckel verbraucht drei Mal so viel Energie.

#10 – Klein aber oho
Lieber mal zu kleinen Küchengadgets greifen: Wasserkocher, Kaffeemaschine und Eierkocher brauchen rund 40 Prozent weniger Energie als der Herd.

#11 – Wasser sparen
Rund 10 Prozent des gesamten Energiebedarfs im Haushalt werden für Warmwasseraufbereitung verwendet. Wenn ihr duscht statt badet, spart ihr dabei 70 Prozent Wasser ein. Während dem Abspülen, Zähneputzen und Rasieren Wasser abdrehen nicht vergessen – so lässt sich mehr Wasser einsparen, als man denkt.

#12 – Sparsam Waschen
Vorwaschgänge sind bei normal verschmutzter Wäsche meist nicht notwendig. Zum Energiesparen hilft es, die Temperatur zu senken; die meisten neuen Waschmaschinen verfügen über Energiesparprogramme, mit denen eure Wäsche genauso sauber wird, wie in herkömmlichen Programmen.

#13 – Geschirr effizient waschen
Handwäsche ist nicht nur zeitaufwendig, sondern verbraucht auch weitaus mehr Wasser als ein Geschirrspüler.

#14 – Richtig kühlen will gelernt sein
Stellt euren Kühlschrank nicht zu kalt ein: 7 Grad sind für ihn gerade richtig, für das Tiefkühlfach reichen -18 Grad – wenn man bedenkt, dass das Gerät pro Grad ca. 4 Prozent mehr Strom verbraucht. Wenn du einen neuen Kühlschrank kaufst, achte auf das Energielabel welches dir verrät, wie viel Energie er verbraucht – A++ oder A+++ sollte vorzugsweise darauf stehen. Kauft die Größe, die ihr auch braucht, hierfür gilt die Regel: etwa 60l pro Person sollte er fassen.

#15 – Energiesparen im Netz
Es gibt mittlerweile viele Internetseiten, die sich mit dem Thema Energiesparen befassen. Oft zahlt sich auch ein Anbieterwechsel aus – ob nun zu einem Normalanbieter oder Ökostromanbieter bleibt euch überlassen.

Auf durchblicker.at könnt ihr kostenlos den besten und preiswertesten Strom und Gasanbieter für euch heraussuchen und ganz einfach dorthin wechseln.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hilft euch unter Energiekosten-stop.at Energiekosten dauerhaft zu senken. Dort könnt ihr euch kostenlos und unverbindlich anmelden und die VKI teilt euch dann per Email mit, wie hoch die mögliche Kostenersparnis für Strom bzw. Gas wäre, wenn ihr euch für den Anbieterwechsel entscheidet.

Auf E-Control findet ihr im monatlichen Preismonitor eine Übersicht der derzeit günstigsten Anbieter Österreichs. Außerdem könnt ihr euch über aktuelle Preisänderungen bei verschiedenen Anbietern informieren, den Tarifkalkulator nutzen oder euch vom E-Control Team zum Thema Energie beraten lassen. Außerdem bietet E-Control die Möglichkeit, gleich online einen Energiespar-Check zu machen.

Sabrina Zwirschitz
Redaktion
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