Viele Mieter von Altbauwohnungen bezahlen mehr Miete, als der Vermieter eigentlich verlangen dürfte. Zum Thema Mietzinsvergleich sind daher in den letzten Jahren viele Anbieter entstanden, die damit werben, eure Mieten dauerhaft zu senken und zudem versprechen, das von euch zu viel bezahlte Geld zurückzuholen. Doch was steckt hinter diesen Angeboten? Was können diese Onlineanbieter wirklich? Wir haben für euch den Vergleich gemacht!

 

Mietkaiser.at

 **Unsere Empfehlung**


Mietkaiser überprüft euren Mietvertrag und übernimmt die Organisation der Durchsetzung eurer Ansprüche gegenüber dem Vermieter. Das Service der Überprüfung selbst ist kostenlos und kann online angefragt werden, falls ihr Geld zurückbekommt, wird eine Provision fällig, die je nach Summe zwischen 1 und 45% betragen kann.

Mietkaiser im Test: Wir haben den Mietencheck online ausgefüllt und wurden innerhalb kürzester Zeit von einem Vertreter von Mietkaiser angerufen. Dabei wurde uns ein Termin zur Wohnungsbesichtigung angeboten.
Fazit: Keine langen Wartezeiten und flexible Mitarbeiter – der nächste Termin wäre von Mietkaiser aus noch in derselben Woche möglich gewesen.

 

Mieterunter.at


Bei Mieterunter könnt ihr ebenfalls online und kostenfrei eine Anfrage schicken, im Erfolgsfall müsst ihr 30% eures erstrittenen Betrages vom Vermieter als Leistungsprovision abtreten.

Mieterunter im Test: Nach Ausfüllen des Online-Fragebogens wurden wir am nächsten Tag per Email kontaktiert, um einen Termin im Büro von Mieterunter zu vereinbaren.
Fazit: Wir kamen wir überpünktlich zum Termin, wo es kein Wartezimmer gab – scheinbar war dieses ebenfalls als Büro vermietet – und wir gebeten wurden, noch ein paar Runden um den Block zu gehen. Wirkte eher unseriös.

 

Mietenchecker.at


Auf Mietenchecker könnt ihr online eine erste Berechnung durchführen und erfahrt gleich, wieviel ihr Pi mal Daumen zurückerhaltet und um wieviel sich die Miete zukünftig senken lässt – auch hier werden im Erfolgsfall 30% Provision fällig.

Mietenchecker im Test: Trotz Anfrage online am Samstagnachmittag bekamen wir prompt eine Antwort per Email, in der uns mitgeteilt wurde, wie hoch die Miete im angefragten Bezirk sein dürfe. Wir wurden gebeten, dem Büro von Mietenchecker unseren Mietvertrag zukommen zu lassen und wurden informiert, dass dies auch als Foto per Emailanhang kein Problem sei.
Fazit: Sehr flexibel und flotte Kontaktierung.

 

Mieterschutz


Um das Service des Mieterschutzes nutzen zu können, muss man Mitglied sein. Hierbei beträgt die Beitrittsgebühr 60€ und der jährliche Beitrag 95€ – dafür kann man den Mieterschutz nicht nur in Sachen Mietzinsüberprüfung im Altbau beauftragen. Weiters beschäftigt sich der Mieterschutz mit Themen wie der Überprüfung von Betriebskosten in Altbauten und Genossenschaftswohnungen und überprüft für euch Mietverträge, Kautionen und die Verteilung der Betriebskosten – um nur einige Vorteile aufzuzählen.

Mietzinsreduktion möglich?


Für eine Mietzinsreduktion müssen unterschiedliche Kriterien erfüllt sein: zum ersten funktioniert dies nur bei Altbauwohnungen – das bedeutet, das Gebäude muss vor 1945 erbaut worden sein. Zum zweiten darf die Wohnung nicht größer als 130m² sein und ihr müsst auf sie hauptgemeldet sein, um etwaige Ansprüche geltend machen zu können.

Wenn ihr einfach mal interessehalber schauen wollt, ob ihr zu viel Miete bezahlt, könnt ihr das hier online tun.

Schon Erfahrungen diesbezüglich gemacht?

Wir würden uns freuen, wenn ihr sie mit uns und anderen Lesern in der Facebookgruppe “Altbauwohnungen in Wien” teilt.

Sabrina Zwirschitz
Redaktion
sabrina.zwirschitz@gmail.com