Das Konzept Selfstorage ist vor allem in den USA seit spätestens den 1960er Jahren etabliert und mittlerweile auch in Europa angekommen.  In Österreich eröffnete das erste Selfstorage im Jahr 1999 in Wien, erst in den letzten Jahren nahm das Phänomen aber auch bei uns Fahrt auf.  

 

Was ist Selfstorage überhaupt? 

In sogenannten Selfstorage Mietlagern können recht flexibel Lagerabteile angemietet werden. Das geht abhängig vom Anbieter schon bei Boxen mit 1 Quadratmeter los und kann durchaus bis zu größeren Lagerräume von 50m2 oder mehr reichen. Dabei ist nicht nur die Größe flexibel, auch die Mietdauer kann von der Kurzzeitmiete bis zum langfristig angemieteten Stauraum gehen.  

 

Wohnraum in Städten wird knapper 

Das Phänomen Selfstorage darf als besonderer Auswuchs der Verstädterung und der städtischen Wohnraumentwicklung gesehen werden. Weil immer mehr Menschen vom Land in die Städte zeihen, sinkt auch in Österreich die durchschnittliche Wohnfläche pro Person in den Städten. Stadtwohnungen werden kleiner – auch weil die Österreicher zunehmend allein wohnen.  

Anders als auf dem Land fehlt es in den immer kompakteren Wohnungen in der Stadt oft auch an zusätzlichem Stauraum in Form eines trockenen Kellerabteils oder Dachbodens.  

Während Kellerräume in Altbauten nicht selten aufgrund von Feuchtigkeit oder mangelnder Sicherung für die Lagerung wertiger Gegenstände ungeeignet sind, werden Dachböden zunehmend zu Dachgeschosswohnungen und Penthouses ausgebaut, sodass auch diese als potentieller Stauraum wegfallen. 

 

Zusätzlicher Platz wird benötigt 

Viele Dinge, die lediglich temporär oder saisonal zum Einsatz kommen, oder Teile die eher aus sentimentalen Gründen behalten werden wollen, möchte man aber trotzdem sicher lagern. Hier wird Selfstorage als Erweiterung der eigenen Wohnung verstanden, als zusätzlicher Abstellraum oder trockenes Ersatzkellerabteil.  

Die Lagerboxen schaffen den benötigten Platz, um im Sommer die Wintersportausrüstung, im Winter die Gartenmöbel oder überhaupt die Jugendstil-Kommode der Großtante auszulagern. 

 

Zwischenlager 

Ein anderer Fall für das oft kurzfristig Selfstorage Flächen angemietet werden, ist die Zwischenlagerund von Möbel, Hausrat und persönlichem Krimskrams.  

Häufig macht eine Zwischenlagerung bei der Übersiedlung in eine neue Wohnung Sinn. Etwa wenn die alte Wohnung schon geräumt werden muss, bevor die neue bezogen werden kann oder wenn die neue Wohnung kleiner oder einfach nur anders geschnitten ist. Möbelstücke, die zwar nicht mehr passen aber auch nicht wegegeben werden sollen, lassen sich zwischenlagern bevor ein neuer Platz für sei gefunden wird. Auch bei Situationen wie einem Umzug ins Ausland, einer Trennung vom Partner oder dem Todesfall eines Familienmitglieds muss oft schnell und unkompliziert eine Lagerfläche her. 

Auch Menschen, die sich auf eine längere Reise oder sich für eine begrenzte Zeit, etwa für ein Auslandssemester oder ein berufliches Projekt, ins Ausland begeben nutzen Selfstorage-Lager, um ihre Besitztümer aufzubewahren, während die Wohnung vermietet oder gar aufgegeben wird.  

 

Auf was achten? 

Wer sich ein SelfstorageLager anmieten möchte, sollte vor allem zwischen den verschiedenen Anbietern vergleichen. Neben Größe des Lagerabteils und Dauer der Miete spielt vor allem die Lage eine Rolle. Wer sein Mietlager in unmittelbarer Nähe nur wenige Straßen weiter haben möchte, muss meist tiefer in den Geldbeutel greifen, als für Abteil am Stadtrand. Hier sollte man sich also fragen, wie oft man wirklich etwas aus seinem Abteil braucht? 

Daneben spielen auch die Dinge, die man einlagern möchte eine Rolle. Die unbeheizten Container mancher Anbieter eignen sich womöglich nicht für die Lagerung sensibler Besitztümer, wertvolle Stücke dagegen möchte man nicht in unbewachten Standorten lagern.  

Da die Digitalisierung auch vor Mietlagern nicht Halt macht, lässt sich bei einigen Anbietern mittlerweile auch die komplette Lagemiete per Web oder App steuern. Super sind dann auch Features wie sie etwa das Selfstorage STORE ROOM im Süden Wiens anbietet: Wenn jemand aus Family oder Freundeskreis etwas in die Lagerbox bringen oder von dort holen soll, lässt sich ganz einfach der Zugang per App sharen.