In der Eile einfach die Haustüre zugeworfen, den Schlüssel in der Wohnung liegen oder gar an der Eingangstüre stecken lassen und schon hat man den Salat – wenn dann blöderweise kein Zweitschlüssel vorhanden ist, muss ein Aufsperrdienst her!

Gesagt, getan: Google weiß Rat. Doch sollte man sich auch dort nicht so einfach auf den erstbesten Suchtreffer oder besonders die erstbeste Werbeanzeige verlassen.

In der Umzugsbranche gilt das übrigens, wie schon öfters hier erwähnt, genauso!

Wir helfen Euch heute und hier, im Notfall den richtigen Schlüsseldienstanbieten für Euch zu finden:

Billige Lockangebote ab 5€, 10€ oder 15€ sind allesamt Abzocke!

Kontaktiert niemals den erstbesten Schlüsseldienst! Angebote wie „Tür öffnen in Wien ab 15€“ oder Webseiten/Vermittler mit einem fehlenden bzw. verschleierten Impressum sind unseriös – davon solltet ihr auf jeden Fall die Finger lassen!

Seriöse Aufsperrdienste haben ihren Firmensitz nicht im Ausland

Diese Anbieter haben Ihren Sitz oft im Ausland, agieren somit überregional und sind nur an hohen Gewinnen interessiert. Am Telefon verspricht man dort dem Anrufer einen günstigen Tarif – vor Ort ist davon dann nicht mehr die Rede: Rechnungen in Höhe von mehreren Hundert Euro erwarten jene, die sich nicht die Zeit nehmen, einen richtig seriösen Aufsperrdienst zu beauftragen.

Eine weitere Masche, von der zwielichtigen Schlüsseldienstunternehmen Gebrauch machen, ist beispielsweise ein „AA“ vor Ihren Namen zu stellen. Dies dient dazu, in alphabetisierten Listen weiter oben zu erscheinen und ist ebenso unseriös.

Kostenvoranschlag am Telefon einholen

Noch ein Tipp, den wir Euch ans Herz legen wollen: Fragt am besten gleich am Telefon nach einem Kostenvoranschlag. Was werden Anfahrt, Wegzeit, Arbeitsstunden und gegebenenfalls Feiertags-,Nacht- oder Wochenendzuschlag euch kosten? Bedenkt dabei, dass ortsansässige Unternehmen keine langen Anfahrtswege haben und ihr euch so eventuell etwas Geld sparen könnt. Bestenfalls lasst ihr euch einen Kostenvoranschlag per Telefon auch noch einmal per SMS oÄ. bestätigen. Erhaltet Ihr keine oder eine unzufriedenstellende Antwort, solltet Ihr weitersuchen.

Wichtig: Ein Kostenvoranschlag gilt als verbindlich, wenn nicht ausdrücklich das Gegenteil erklärt wird (unverbindlich, circa, ungefähr, …). Bei einem verbindlichen Kostenvoranschlag darf der Betrieb nicht mehr verrechnen, auch wenn er zuvor falsch kalkuliert hat. Bei einem unverbindlichen Kostenvoranschlag muss der Betrieb zuvor mit Ihnen – dem Kunden – Rücksprache halten, sollten die Kosten beträchtlich höher sein, als im Voranschlag (mehr als zehn bis fünfzehn Prozent). AK Wien

Der Schlüsseldienst tat seinen Dienst, doch dann…

… ist der Betrag für seine meist nur kurz geleistete Arbeit viel zu hoch angesetzt.

  • Wenn möglich solltet ihr den Betrag mit Kreditkarte bezahlen. Mittels Chargeback könnt ihr so im schlimmsten Fall – solltet ihr Betrug vermuten – euer Geld über das Kreditkartenunternehmen zurückfordern. Dabei handelt es sich um eine Kulanzlösung jener Unternehmen bzw. Banken – ihr habt also keinen rechtlichen Anspruch auf das Chargeback, aber einen Versuch ist es wert.
  • Wenn der Schlüsseldienstmitarbeiter euch vor Ort unter Druck setzt, ruft die Polizei.
    à ein seriöser Anbieter verlangt sicher nicht die Begleichung des gesamten Betrags sofort und in Bar! Lasst euch eine Rechnung geben.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Damit ihr gar nicht in die Situation geratet, viel Geld für einen Schlüsseldienst ausgeben zu müssen, geben wir euch noch ein paar Ratschläge mit auf den Weg:

Deponiert einen Zweitschlüssel bei einem Nachbarn/Kollegen/Familie
So kommt ihr im Notfall auch ohne teuren Schlüsseldienst aus

Die richtige Haushaltsversicherung bringt’s
Bei manchen Haushaltsversicherungen bzw. auch bei der PayLife Gold Kreditkarte ist eine Nutzung eines Aufsperrdienstes einmal jährlich oder bis zu einem gewissen Betrag inkludiert. Wichtig ist, sich darüber vor der Inanspruchnahme eines Aufsperrdienstes zu informieren. Im Normallfall könnt ihr im Kundendienst eures Kartenausgebers anrufen und bekommt einen Vertragspartner vermittelt.

Eine weitere sehr informative und ausführliche Checkliste findet ihr auch hier.

Vergleichen ist das A und O

Leider nutzen viele Aufsperrdienste die Notsituation der Verbraucher aus und verlangen im schlimmsten Fall horrende Preise für 15-minütigen Arbeitsaufwand.

Auf der sicheren Seite seid ihr, wenn ihr mehrere Anbieter miteinander vergleicht. Da heißt es, einen kühlen Kopf bewahren und sich einige Minuten Zeit zu nehmen – bevor man überstürzt irgendeinen unseriösen Aufsperrdienst, vielleicht den vom Werbekleber am Briefkasten oder mit dem verlockensten Billigangebot in Google kontaktiert.

Ein Schlüsseldienstvergleich müsste her!

Auch uns ist der Bedarf nach einem derartig transparenten Vergleich aufgefallen und daher wird sich leichtgemacht, nach einem Umzugsvergleich, auch diesem Problem annehmen und hat nun auch einen innovativen Aufsperrdienstvergleich gestartet.

Gleich bookmarken: https://leichtgemacht.at/schluesseldienst

So könnt ihr euch sicher sein, dass ihr an verlässliche und seriöse Anbieter gelangt, aber genauso eure Geldbörse schonen könnt!