Ein Umzug allein ist schon ein nervenaufreibendes Unterfangen, aber was, wenn der tierische Mitbewohner auch noch mitkommen soll? Die fremdartige Situation bringt besonders viel Stress für Haustiere mit sich, und denen kann man ja schlecht erklären, was es mit dem Umzug auf sich hat. Wir verraten euch heute, wie ihr eure Lieblinge möglichst stressfrei übersiedelt!

Manche Tiere sind dabei sensibler als andere: Während Hamster, Meerschweinchen und Hunde den Umzug ohne Probleme überstehen, sind Katzen anfälliger auf Ortswechsel. Sie verlieren ihre gewohnte Umgebung alias ihr persönliches Revier beim Übersiedeln, und aus diesem Grund sind für den Umzug mit dem geliebten Vierbeiner besondere Vorbereitungen vonnöten.

Alles für die Katz

Katzen begegnen Veränderungen prinzipiell mit Misstrauen, doch beim Umzug lässt sich die Nutzung eines Transportkäfigs leider nicht vermeiden. Um eurer Tier daran zu gewöhnen, solltet ihr euren schnurrenden Liebling frühestmöglich mit der Transportmöglichkeit vertraut machen, sodass der Behälter während des Umzugs nicht zum Angstauslöser wird. Auch eine Katzentoilette sollte am Tag des Umzugs bereitgehalten werden.

Im neuen Heim angekommen solltet ihr eurer Katze erst ein paar Eingewöhnungstage gönnen – lasst ihr besonders viel Ruhe und verteilt in der neuen Bleibe gewohnte Gegenstände und Lieblingsspielzeuge, die der Katze beim Eingewöhnen helfen. Euer Liebling wird sich mit der Zeit mit seinem neuen Revier anfreunden.

Auf den Hund gekommen

Hunde sind im Gegensatz zu Katzen schon unkompliziertere Umzugspartner – sie sind schon wenifer gestresst, wenn sie beim Umzug eine Bezugsperson bei sich haben. Für das Auto empfiehlt sich eine Hundetransportbox, die ihr im Kofferraum verankern könnt. Alternativ sollte andernfalls auf jeden Fall ein Hundegurt verwendet werden, um den Hund im Auto anschnallen zu können.

Hunde sind neugierig und erkunden gerne die neue Umgebung. Bei einem ersten Spaziergang in der neuen Wohngegend kann ihr vierbeiniger Mitbewohner sich gleich an die neue Umgebung gewöhnen. Vergesst nicht, während dem Transport genügend Pausen einzulegen und Futter und Wasser bereitzustellen.

Klein aber oho

Käfigtiere können für gewöhnlich ohne Probleme transportiert werden. Beim Autotransport solltet ihr dabei den Käfig mit einer Decke abdecken, um den Tieren die Angst zu nehmen – trotzdem sollte für ausreichend Luftzufuhr gesorgt werden!

Aquarienfische sind da schon etwas heikler – immerhin kann man ja nicht einfach das Aquarium nehmen und ins Auto verfrachten, oder? Nein, so einfach ist es leider nicht. Die Fische sollten während des Umzugs in Plastikbeuteln, die zu 1/3 mit Wasser aus dem Aquarium befüllt sind transportiert werden. Wichtig: Das Aquarium wird als letztes ab- und im neuen Heim wieder aufgebaut; nur so kann garantiert werden, dass die Fische den Umzug unbeschadet überstehen. Bevor ihr eure Fische wieder ins Aquarium zurücksetzt, solltet ihr sie ein paar Stunden in den geöffneten Beuteln im Wasser treiben lassen, damit sie sich an die neue Wassertemperatur anpassen können – auch das verhindert Stress, der im schlimmsten Fall zu Tod eurer Schwimmer führen kann.

Egal, mit welchem tierischen Mitbewohner ihr das Abenteuer Umzug plant – ihr solltet euch bereits vor Abschluss des Mietvertrages vergewissern, dass der Vermieter mit dem Umzug eures Lieblings in die neue Bleibe einverstanden ist. Wichtig ist auch, dass ihr euch vorab über Tierärzte in der neuen Wohnumgebung informiert. Vergesst nicht, die neue Adresse eures Hundes am Chip ändern zu lassen.

Sabrina Zwirschitz
Redaktion
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