Die alten vier Wände sind zu klein geworden, der Stauraum reicht von hinten bis vorne nicht, es steht Nachwuchs ins Haus… Alles gute Gründe für einen Umzug, doch viele fragen sich: „Lohnt es sich, in eine Eigentumswohnung zu investieren? Oder bin ich besser dran mit einer Mietwohnung?“
Fragen über Fragen – wir helfen euch heute herauszufinden, welche Wohnung zu euch passt!

Trend: Mietwohnung
In Österreich geht der Trend derzeit Richtung Mietwohnung: Hohe Kaufpreise für Wohnungen und Häuser sind zum Großteil daran schuld. Hinzu kommen gesellschaftliche Entwicklungen wie die Kurzlebigkeit von Ehen und die Tendenz zum Single-dasein – die Lebensumstände verändern sich ständig und auch im Job ist mehr und mehr Flexibilität gefragt.

Kauf oder Miete?
Eine Mietwohnung scheint die bessere Wahl, wenn die finanziellen Verhältnisse schwanken oder man kein regelmäßiges Einkommen hat. Auch wenn man noch nicht genau weiß, was die Zukunft einem bringen wird – einen anderen Job oder eine neue Partnerschaft – ist man mit einer Mietwohnung besser bedient. Sobald man sich sicher ist, was Karriereweg und Familienplanung betrifft, ist der Kauf einer Immobilie die vernünftigere Entscheidung.

Die Kosten hinter den Kosten
Natürlich sollten auch die Nebenkosten in beiden Fällen bedacht sein. Beim Mieten einer Immobilie fallen einmalige Zusatzkosten an – für Maklerprovision, Kaution (eine Alternative wäre die Mietkaution) etc. Die Nebenkosten beim Kauf von Immobilien – dazu gehören unter anderem Grunderwerbssteuer, Grundbucheintragung, Maklerprovision und etwaige Anwaltskosten – machen für gewöhnlich etwa 12-13 Prozent des Kaufpreises aus. Normalerweise sagt man jene Kosten belaufen sich auf etwa den Betrag, den man in zwei Jahren in eine Mietwohnung stecken würde.

Eigentum ist also auf lange Sicht die günstigere Wahl?
Langfristig gesehen kommt man mit Eigentumswohnungen günstiger weg. Man muss es so sehen: Wenn man jahrzehntelang Miete in eine Wohnung steckt und dann auszieht, kommt nichts dabei heraus; man hätte genauso gut jenes Geld verwenden können, um den Kredit für eine Eigentumswohnung abzubezahlen, und dann gehöre einem immerhin schon ein Teil der Immobilie. Miete bezahlt man sein Leben lang, Kredite hat man irgendwann abbezahlt; als positiver Nebeneffekt kommt bei Eigentum die Wertsteigerung der Immobilie hinzu.

Die Finanzierung will geklärt sein
So oder so ist der Immobilienkauf eine langfristige Investition, die gut überlegt sein will. Ohne ausreichendes Eigenkapital kann der Kauf zum finanziellen Risiko werden. Man sollte im Idealfall mindestens 30 Prozent des Kaufpreises selbst bezahlen können – wer also noch nicht über die nötigen Mittel verfügt, sollte vorerst bei Mietwohnungen bleiben.

Sabrina Zwirschitz
Redaktion
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