Der Schlaf in einem naturbelassenen Zirbenbett ist aufgrund längerer Tiefschlafphasen und einer Senkung der Herzfrequenz besonders erholsam. Selbst unruhige Schläfer fühlen sich nach einer Nacht in einem Bett aus dem Edelholz der Alpen entspannter und energiegeladener.

Gut gebettet schlafen

Wer nachts nicht durchschlafen kann, fühlt sich matt und besitzt eine geringere Leistungsfähigkeit. Ein erholsamer Schlaf sorgt für Energie und Wohlbefinden. Viele Menschen suchen nach Möglichkeiten, um den Schlaf auf natürliche Weise zu verbessern. Über kurz oder lang stoßen sie auf Zirbenbetten. Zahlreiche Mythen ranken sich um die Baumart, die überwiegend in den Alpen wächst. Dem edlen Holz wird eine besonders entspannende Wirkung zugeschrieben. Doch was macht ein Zirbenholzbett aus?

Die einzigartige Duft der Königin der Alpen

Die Zirbe trägt zu Recht den Beinamen „Königin der Alpen“. Bis zu 1000 Jahre alt und 25 Meter hoch kann die Kiefernart werden. Das weiche Holz ist reich an ätherischen Ölen – vor allem Pinosylvin – und besitzt dadurch eine wunderbar angenehme, samtige Haptik. Ihr einzigartiger, über Jahrzehnte anhaltender Duft besitzt eine beruhigende Wirkung auf Körper und Geist. Wichtig ist es, die Oberfläche des Edelholzes nicht mit Möbellack und -ölen zu behandeln, um die Poren offen zu halten. Die ätherischen Öle der Zirbe dringen im Laufe der Jahre in Form von Harzen an die Oberfläche und entfalten eine natürliche Schutzwirkung. Sie sorgen für ein angenehmes Raumklima. Selbst nach einer langen Nacht ohne Zufuhr von frischem Sauerstoff liegt ein feiner Holzduft in der Luft. Der starke Zirbengeruch eines neuen Bettes lässt im Laufe der Zeit nach. Wer einen stärkeren Zirbenduft genießen möchte, kann das Bett in regelmäßigen Abständen an einer nicht sichtbaren Stelle mit feinem Schmirgelpapier anrauen. Keinesfalls sollten zusätzlich chemische Düfte mit Zirbengeruch versprüht werden. Sie könnten die Atemwege reizen.

Alte Tischlertraditionen – neu entdeckt

Wohlbefinden und Optik hängen eng zusammen. Seit Jahrhunderten ist die Zirbe ein beliebtes Holz für wunderschöne Möbelstücke, Gebrauchsgegenstände und Kunstwerke. Die gemütliche Ausstrahlung und der mythische Ruf machen Möbel aus Zirbe zu besonderen Stücken. Eine Volksweisheit besagt, dass es in Stuben, die mit Zirbenholz vertäfelt waren, weniger Streit und mehr Harmonie sowie Geselligkeit gab. Der helle Holzton der Zirbe verfärbt sich im Laufe der Jahrzehnte kontinuierlich rötlicher. Liebhaber minimalistischen Designs bedauern die vielen Asteinschlüsse der Zirbe. Große Flächen aus Zirbenholz wirken durch die zufällig verteilten Asteinschlüsse unruhig. In der Verarbeitung stellen Äste kein Problem dar. Mittlerweile gibt es Zirbenbetten wie von Die Køje, welche im Außenbereich keine Äste aufweisen – im Inneren dafür umso mehr. Dies ist durch geschicktes Drehen und Wenden des Holzes möglich.

Viele junge Tischler haben sich mittlerweile auf Betten und Möbelstücke aus Zirbe spezialisiert. Sie greifen alte Handwerkskunst – wie metallfreie Steckverbindungen – wieder auf, um den Energiefluss des Holzes nicht zu stören. Damit das Zirbenbett lange schön bleibt, lassen sich leichte Kratzer und Dellen in dem weichen Holz mithilfe von Wasser bzw. Wasserdampf reparieren. Notfalls kann das Bett einmal komplett abgeschliffen werden. Hinterher wirkt das Holz wie neu und riecht wieder intensiv nach Zirbe.

Positive Wirkung auf die Gesundheit

Die Zirbe, die auch den Namen Arve trägt, wächst ab einer Höhe von 1500 Metern. In diesen Höhenlagen prägen kurze Sommer und lange, kalte Winter die Vegetation. Die klimatischen Bedingungen sorgen für ein langsames Wachstum der Zirbe und eng stehende Jahresringe. Ihr Überlebenswille – auch nach Lawinen und wilden Stürmen – wieder aufzustehen, trägt dazu bei, dass der Nadelbaum den Ruf genießt, kämpferisch und robust zu sein. Das Holz der Zirbe soll das Immunsystem stärken und den Herzschlag reduzieren. Rund 3.500 Schläge weniger muss das Herz pro Tag – nach einer Studie des privaten Forschungsinstituts Joanneum Research Institut im österreichischen Weiz – in einem Raum, der mit natürlichem Holz eingerichtet ist, weniger schlagen. Dies entspricht einer kompletten Stunde. Es kann nur vermutet werden, ob Zirbenholz dadurch die Lebenserwartung verlängert.

Zirbenholz soll die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Und tatsächlich: Viele wissenschaftliche Studien belegen inzwischen die positive, messbare Wirkung von Wäldern und unbehandeltem Holz auf die Gesundheit sowie eine damit einhergehende Stärkung des vegetativen Nervensystems. Unbehandeltes Zirbenholz ist geeignet für sensible Menschen mit Atemwegs- und Hautproblemen. Das Holz der Zirbe besitzt eine natürliche, antibakterielle Wirkung. Bakterien und Keime reduzieren sich innerhalb von Stunden deutlich messbar. Dies trägt zu einem guten Raumklima bei. Das alles macht Zirbenbetten so beliebt.

Zirbenholz besitzt einzigartige Eigenschaften, das andere heimische Massivhölzer so nicht besitzen – allen voran den charakteristischen Geruch. Wer die Optik der Zirbelkiefer zu schätzen weiß, trifft mit einem Tischler-gefertigten Bett aus Zirbenholz eine solide Wahl für Gesundheit und Wohlbefinden.